ETG 010 | Béla Bartók: Rumänische Volkstänze

Béla Bartók
Rumänische Volkstänze
Für Violoncello und Klavier
Verlagsnummer: ETG 010
Notenheft:
sFr 20.00 | EUR 18.00

Béla Bartóks Frühwerk, „Rumänische Volkstänze“ entstand 1915.

Die 6 Melodien, die er auf seiner Forschungsreise in den rumänischen Dörfern auf Fonograf festhielt, erschienen in einer Fassung für Klavier. Bartók selbst fertigte später eine Fassung für Orchester an. Das Werk wurde sehr populär, und es entstanden unzählige Bearbeitungen durch Andere für alle möglichen Besetzungen. Meine Bearbeitung orientiert sich an der Klavierfassung. Das Cello übernimmt durchwegs die Melodie, der Klavierpart ist möglichst schlank gehalten. Mit den Bogenstrichen und z.T. eigenwilligen Fingersätzen beabsichtige ich eine Klangwelt zu erzeugen, die das Rauhe und Ungebändigte der ländlichen Musikanten betont. Um sich davon ein Bild zu machen ist es empfehlenswert, die Aufnahme von Bartóks eigener Interpretation auf Youtube anzuhören. Auch die Archivaufnahmen sind verfügbar.

1. Joc cu bâtă
– Tanz mit dem Stock. Springtanz. Hierzu schrieb Bartók: „Der Bursche springt derart hoch, dass er beinahe an die Decke tritt.“

2. Brâul
– wörtlich „Gürtel“ – deutet auf einen Rundtanz hin.

3. Pe loc
– „an der Stelle“ – Tanz mit wenigen Schritten, dabei hält der Bursche die Hände an der Hüfte, die Magd legt ihre an seine Schulter.

4. Buciumeana
– Tanz aus dem Dorf Bucium. In Bartóks Bearbeitung wesentlich langsamer als auf der originalen Fonograf – Aufnahme.

5. Poargă românescă
– rumänische Polka. Der Wechsel von 2-er und 3-er Takt, und durch die Vorschläge erzeugter „Upbeat“ machen das Stück richtig spannend.

6. Mărunţel
– zwei nahtlos aufeinander folgende schnelle Tänze.

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Die Aufnahme entstand am 19. Febr. 2021 in der Musikschule Oberengadin.

Gyula Petendi – Cello; Claudio Barberi – Klavier